Neubau der Maurienbrücke

Zur besseren Wegeverbindung des Stadtteilzentrums Barmbek-Nord an das südliche Umfeld, wird die im II. Weltkrieg zerstörte Maurienbrücke über den Osterbekkanal wiedererrichtet. Im Januar 2021 begannen die Bauarbeiten für die Fußgängerbrücke, inzwischen wurden die konstruktiven Vorarbeiten nahezu abgeschlossen, die Fertigstellung wird im Frühjahr 2022 erfolgen.

Der Brückenbau ist Bestandteil des seit 2006 laufenden Sanierungsverfahrens Barmbek-Nord S1, Fuhlsbüttler Straße. Mit dem Bau der Fußgängerbrücke wird das Ziel verfolgt, die innerstädtischen Funktionen des Stadtteilzentrums durch eine bessere Wegeverbindung zu stärken. Ermöglicht wird der Brückenbau durch Fördermittel des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE). Darüber hinaus wird die Neugestaltung der Freianlage am Flachsland auf der Südseite der Brücke erfolgen.

Um die Öffentlichkeit in die Planungen stärker einzubeziehen, wurde das Brückenbauvorhaben und die Neugestaltung der Freianlage am Flachsland in zwei Beteiligungsveranstaltungen erörtert. Daneben nutzen Interessierte die Möglichkeit in öffentlichen Sitzungen des Sanierungsbeirats, im Stadtteilbeirat Barmbek () sowie zuletzt im Regionalausschuss BUHD (), sich über den Projektfortschritt zu informieren und Fragen zu stellen.

Die öffentliche Beteiligungsveranstaltung im November 2019 befasste sich mit der Neugestaltung der Grünfläche am Flachsland. Hier wurden Anregungen und Wünsche von den Teilnehmer:innen aufgenommen. Das Ergebnis ist ein landschaftsplanerischer Entwurf, welcher unter dem Motto „Natur maximal“, die Zugänglichkeit zum Osterbekkanal für die Öffentlichkeit beibehält und mehr Aufenthaltsqualität am Kanal schafft.

Die neue Fußgängerbrücke über den Osterbekkanal wird ca. 50 m lang und 4,50 m breit werden. Die schlanke, tragende Konstruktion des Brückenbauwerks besteht vollständig aus Stahl und erhält einen Belag aus Gussasphalt.

Das folgende Video vermittelt einen ersten Eindruck, wie die Maurienbrücke in Zukunft erlebt werden kann (Quelle: WTM Engineers GmbH und Blunck + Morgen):

Bauablauf

Anfang 2021 wurde mit den vorbereitenden Bauarbeiten begonnen, worunter beispielsweise die Absperrung und Einrichtung der Baustelle, die Kampfmittelfreiheit und Freilegung der einzelnen Baufelder sowie die Herstellung der Verkehrsabsicherung und der Abbruch der Treppenanlage gezählt haben. Im Anschluss erfolgten die Herstellung der Tiefgründung sowie das Einbringen von Bohrpfählen als Verankerung im südlichen sowie nördlichen Bereich der künftigen Maurienbrücke.

Darüber hinaus werden bis Ende des Jahres noch die Anpassung der nördlichen Uferwand für das Brückenauflager sowie die Herstellung der Fundamentplatte für das Südauflager erfolgen. Im Frühjahr 2022 wird mit dem Einhub des stählernen Brückenüberbaus durch einen großen, temporären Kran das gesamte Brückenbauwerk fertiggestellt. Im Anschluss erfolgt die Herstellung und Neuanpflanzung der Freianlage am Flachsland.

Da die Brückenarbeiten witterungsabhängig sind, kann es über die Winterzeit noch zu Verschiebungen kommen.

Hinweis für Fußgänger:innen und Verkehrsteilnehmende

Während der Bauzeit wird es eingeschränkte Parkmöglichkeiten an der Straße Flachsland sowie in der Maurienstraße und am Osterbekweg geben. Darüber hinaus wird es kurzzeitig zu Gehweg- und Straßensperrungen kommen. Während der Sperrungen werden sowohl für Fußgänger:innen als auch für den Straßenverkehr Umleitungen eingerichtet. Die Fußwegführung im Süden am Flachsland wird mit drei Fußgängerüberwegen vom nördlichen Gehweg auf den südlichen Gehweg geregelt. Im Norden wird die Verkehrsführung in der Maurienstraße als Sackgasse ausgeführt, jedoch für Fußgänger:innen durchgängig sein.

Freiflächengestaltung am Flachsland

Im Anschluss an den Bau der Marienbrücke wird die angrenzende öffentliche Freifläche zwischen den Gebäuden Flachsland 12 und 14 neugestaltet. Der Entwurf ist das Ergebnis der öffentlichen Beteiligungsveranstaltung im November 2019, zu der Anrainer der Straße Flachsland und der Maurienstraße sowie Interessierte aus dem Stadtteil eingeladen worden sind. Die angeführten Ideen und Anregungen zur Gestaltung und Nutzung sind aufgenommen worden und in die Planung eingeflossen. Insbesondere betont wurde der Wunsch “nach möglichst viel Grün und Natur sowie einem Lebensraum für Tiere und Pflanzen auf der Freifläche zu schaffen”, was unter dem Motto „Natur maximal“ zusammengefasst worden ist. Außerdem sind sich der Zugang zum Wasser, eine attraktive Aufenthaltsfläche (unten am Ufer) und ein Terrassengarten gewünscht worden.

Auf den Ergebnissen der Beteiligung aufbauend sind verschiedene Varianten aufgezeigt und die Vorzugsvariante („Kleine Kanalwildnis“) herausgearbeitet worden. Die Vorzugsvariante ist diejenige, die zu einem die vorhandenen Gegebenheiten am besten berücksichtigt und zum anderen die von der Öffentlichkeit benannten Anregungen beinhaltet.

Die “Kleine Kanalwildnis” zeichnet sich durch eine maximale Grünfläche aus, in der sich einzelne Sitz- und Treppenstufen mit der Wiese verzahnen. Die neugestalteten Flächen auf öffentlichen Grund gehen optisch fließend in die privaten Flächen der angrenzenden Nachbargebäude über. An der Uferkannte soll ein kleiner Verweilbereich entstehen, der den Kontakt zum Wasser ermöglicht. Unterhalb der Brücke herrschen Höhen von 1 bis 3 m, am Brückenfuß sollen Schatten- und Feuchtgewächse eine Begrünung ermöglichen. Die Entwässerung verläuft unter der Brücke und gewährleitet die Bewässerung des Schattengartens. Die Ausgestaltung der Bepflanzung und des Geländegefälles sind als Präventionsmaßnahmen gegen das Übernachten unter dem Brückenbauwerk aufgegriffen worden. Der Baubeginn der Freianlagengestaltung schließt sich unmittelbar an die Fertigstellung des Brückenbauwerks an.

Die Darstellung zeigt die Vorzugsvariante „Kleine Kanalwildnis“, die sich durch viel Grün auszeichnet (Quelle: rabe landschaften).

Hier können Sie die Präsentation zur Freiflächengestaltung am Flachsland abrufen und mehr zum aktuellen Planungsstand erfahren.

Projektchronologie Maurienbrücke

1994
Schon im Bebauungsplan Barmbek-Nord 7 / Barmbek-Süd 6 für den Geltungsbereich südlich des Wiesendamms zwischen Bramfelder Straße und Poppenhusenstraße, ist eine geplante Brücke über den Osterbekkanal in Höhe der Maurienstraße und des Flachslands dargestellt.

2004
Einleitung des Verfahrens der vorbereitenden Untersuchungen für das spätere Fördergebiet Barmbek-Nord S1, Fuhlsbüttler Straße. Die Maurienbrücke wird als wichtige Maßnahme benannt. 2005 erfolgt der Senatsbeschluss für das Sanierungsgebiet auf Grundlage eines Erneuerungskonzepts.

2009, 2014 und 2017
Fortschreibung des Integrierten Entwicklungskonzepts unter Beteiligung des Sanierungsbeirats und der Öffentlichkeit. Die Maurienbrücke wird als umzusetzende Maßnahme zur Erreichung der Sanierungsziele politisch bestätigt.

2018
Zusage der Förderung für die Planungs- und Baukosten der Brücke durch die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Amt für Wohnen, Stadterneuerung und Bodenordnung, aus Mitteln der Integrierten Stadtteilentwicklung. Seither kontinuierliche Sachstandsberichterstattung zum Planungsfortschritt im öffentlich tagenden Sanierungsbeirat sowie den zuständigen bezirklichen Gremien.

Voruntersuchungen zur Realisierung der Maurienbrücke. Erste Informationsveranstaltung zur Planung der Maurienbrücke mit den direkten Anrainern und Interessierten.

2019 und 2020
Planungsphase zur Konkretisierung der Brücke.  

2021
Vorbereitende Arbeiten und Abschluss der konstruktiven Arbeiten zur Herrichtung der Brückenauflager

2022

Voraussichtlich II. Quartal: Einhub des Brückenüberbaus und Fertigstellung des Brückenbauwerks. Bis Mitte 2022 Fertigstellung der Freianlage am Flachland

Baufortschritt

Downloads

Bauablauf (Zwischenstand)

Öffentliche Beteiligung zur Gestaltung der Freianlagen

Informationsveranstaltung für Interessierte

Stadtteilbeirat

Regionalausschuss

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